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 Bilder vom Karfoffelfest

Tempelberg, 16. September 2012

Die Ruhe nach dem Sturm

aufgeschrieben und fotografiert von Dr. Christel Fielauf

An Ausschlafen war heute, am Sonntagmorgen, nicht zu denken. Nicht nur, dass um 5 Uhr die Sirene geheult hatte und ich erst einmal die Nase aus dem Fenster hielt um festzustellen, ob es irgendwo in der Nähe brannte – was wohl nicht der Fall war. Das Weiterschlafen währte nicht lange, denn die ersten Frühaufsteher fanden sich auf dem Platz ein, um aufzuräumen.

Und im Kopf „arbeitete“ es auch schon: Was war das wieder für ein Kartoffelfest! Die Organisation klappte schon beinahe routinemäßig, aber da wir uns nie sicher sein können, blieb die Aufregung bis zum Schluß. Das Wetter spielte wieder mit und die Besucher kamen in Scharen.

Dank der Unterstützung des Amtes für Bildung, Kultur und Sport unseres Landkreises konnten wir dieses Mal auch auswärtigen Künstlern und Kulturgruppen eine Auftrittsmöglichkeit bieten. So begeisterten uns die Kinder der Tanzgruppe „Tanzappeal“ unter der Leitung von Tina Skocir ebenso wie der „Mitmach Zirkus“ von Delia Adler. Viel Spaß hatten die Festgäste auch mit dem Bauchredner Mike Maverick & Mr. George. Im Abendprogramm boten die Neuendorfer (welches Neuendorf ?) „Schüppenstiele“ die vollendete Grazie und Anmut des Männertanzes und ernteten viel Beifall und Lachen.

Von den meist Tempelberger Laienkünstlern wurde das Märchen Schneewittchen zum Gaudi der Zuschauer in etwas eigenwilliger Fassung und moderner Regie aufgeführt.

Und auch die Tempelberger „Wild Boots“ begeisterten wieder ihr Publikum.

 

Leider hatte ich nicht das gesamte Programm sehen können, denn zeitweilig bestand meine Aufgabe im Verkauf der Wertbons für den Verzehr der Speisen. Hier war trotz doppelter Besetzung Nervenstärke und Kopfrechnen gefragt, denn der Andrang war ziemlich groß. Dafür bekamen wir später aber auch von den Besuchern zu hören, wie ihnen das Kartoffelfest gefallen hat. Viele waren schon zum wiederholten Mal gekommen. „Es war wieder ganz toll“, „richten Sie ihren Mitstreitern aus, dass es ein sehr gelungenes Fest war“,oder „das macht Euch so schnell keiner nach“ bekamen wir vielfach zu hören. Es sei hiermit an die zahlreichen Helfer und Organisatoren des Kartoffelfestes weitergegeben.

 

Ja, bereits am Freitag waren rd. 500 kg Kartoffeln geschält oder gekocht worden; am Samstag ging das den ganzen Tag so weiter. Schätzungsweise 3500 Kartoffelpuffer waren gebacken worden und hatten köstlich geschmeckt. Mehr als 6 Eimer Apfelmus wurden verspeist. Und natürlich gab es Brat- und Pellkartoffeln und Pommes frites mit allen erdenklichen Zutaten. An den Brätern, an der Essenausgabe, am Kaffee- und Kuchenstand hatten die Helfer mehr als 6 Stunden lang gestanden, gebraten, gebacken und ausgegeben. Als um 18.00 Uhr alle Helfer und Mitwirkenden zum Abschlussfoto auf die Bühne gerufen wurden, standen dort um die 50 Personen und freuten sich über den gelungenen Tag.

Ja, das alles ging mir so durch den Kopf, als ich in aller Ruhe frühstückte und mich auf den Festplatz begab. Abgesehen von den ersten Helfern war der Platz ruhig und menschenleer.

 

 

Die Spuren des Vortages waren allgegenwärtig. Aufräumen war angesagt. Allerhand Müll war zu entsorgen, Bänke, Tische wegzuräumen, Wannen und Schüsseln abzuwaschen, Zelte abzubauen, das Wirtschaftshäuschen wieder ordentlich einzuräumen.

 

Als letzte Aktion wurde die Fahne mit dem Tempelberger Wappen eingeholt. Bei einem gemeinsamen „Reste“-essen ließ man das Fest noch einmal Revue passieren und hatte rückblickend seinen Spaß daran.
Bilder vom Kartoffelfest

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